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Wössner Adventssingen 2014

19. Jan. 2015 23:53

Niemand konnte sich der besonderen Stimmung des Wössner Adventssingen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche St. Martin entziehen. Gruppen alpenländischer Volksmusik, dazu einheimische Musiker und Musikanten, Sänger und Kinder bereiteten dem Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche St. Martin ein besonderes Erlebnis.

Wunderschön, als dann die ersten Klänge kirchlicher Volksmusik hell und klar im Kirchenschiff aufstiegen und den Anfang für die 35 Beiträge setzten. Links vorn musizierte das Wössner Erntedank Ensemble. Dahinter saß der Hamberger Viergsang, um für den eigenen Beitrag nach vorn zu treten. Unmittelbar vor dem Altar musizierte die Tassilo-Musi. Hinter dem Altar reichte der Platz gerad für den Kirchenchor St. Martin mit Chorleiter Wolfgang Kurfer. Im Hintergrund der rechten Seite spielten die Wössner Bläser. Vor ihnen lag der Freiraum, der als Bühne für die verbindende Geschichte diente, die sich wie ein roter Faden durch den gesamten Abend zog.

Großen Anteil an der Musik hatten die beiden Instrumentalgruppen, das Wössner Erntedank-Ensemble und die Tassilo-Musi. Die Konzentration der Mitwirkenden im Altarraum war spürbar, auch bei den heimischen Wössner Weisenbläsern und dem Kirchenchor. Beide zeigten sich von ihrer besten Seite und trugen zum außergewöhnlichen Gesamtbild bei.
Das ganze Geschehen hält die Weihnachtsgeschichte zusammen. Mit Gesangssolisten, Schauspielern und Kindern wird sie in die heutige Zeit übertragen. Aktuelle Fragen der hektischen Gesellschaft, soziale Probleme und Asyl werden da in der zeitlosen Geschichte für jeden greifbar. Margit Schlaipfer (Sopran) hatte einen großen Part als Base Elisabeth. Anton Entfellner und erstmals Theresa Meier sangen Maria und Josef. Schon bei diesem Auftritt gelang es beiden, den Gesang gut und gefühlvoll aufeinander abzustimmen. Bewährt auch Bariton Franz Auer als Wirt. Höhepunkt setzten wieder einmal die Kinder. Die diesjährig nachgewachsene Besetzung aus Hirtenkindern und Kinderchor glänzte im Spiel mit Selbstbewusstsein und Unbekümmertheit. Frech und schmetternd der Kinderchor der Musikschule. Am Ende waren es über 80 Mitwirkende, die den Abend trugen.

Wössner Wasserkraft am Wössner Bach

11. Sep. 2014 10:51

Mühlen, Schmiede, Sägewerke
Wanderung mit Ortsheimatpfleger Anton Greimel

Unterwössen. Gut zehn Neugierige, Jung und Alt, folgten dem Unterwössner Ortsheimatpfleger Anton Greimel auf seiner Wanderung durch die Industriegeschichte Unterwössens. „Wössner Wasserkraft am Wössner Bach - Mühlen, Schmiede, Sägewerke“ nannte er das Thema.

Wasserkraft und Hochwasser im Zentrum

Im ersten Teil der Wanderung zeigte Greimel im Ortszentrum Unterwössens auf, wie Wasserkraft und Hochwasser das Ortsbild über die Jahre verändert hatte. Greimel überraschte mit dem Wissen, dass Teile des alten Wössner Bach noch unter den Füßen der Wanderer in Richtung Friedhof abflossen, um dort in einer Sickergrube zu verschwinden. Der Ortsheimatpfleger erzählte von der wechselvollen Geschichte der alten Schmiede und anderer Handwerksbetriebe im Dorfzentrum.

Industrie unter dem Daxenberg

Im Unterwössner Süden, im zweiten Teil der Wanderung erreichten die Teilnehmer die vom Mühlbach gespeiste Garbmühle. Die ehemalige Gerbermühle trägt heute mit einem Kraftwerk zur Stromversorgung bei. Früher brachte das Wasser die mechanische Kraft in diese Mühle, mit der die späteren Leder weich und geschmeidig geklopft wurden. Am unmittelbaren Fuße des Gefälles des Wössner Baches von Oberwössen hinunter hatte sich im Neuschmied ein ganzes Industriegebiet gebildet. Greimel erzählte von den lebendigen Entwicklungen, wie Wechsel in der Wirtschaftswelt und in der Nachfrage der Kunden Unternehmen kommen und gehen ließen. Noch heute betreibt die Familie Ager dort erfolgreich ihr Sägewerk.

Alte Säge läuft

Am Bach unter dem Daxenberg hatten sich weiter aufwärts verschiedene Mühlen, darunter Loden- und Walkmühle aber auch eine Schnupftabakmühle angesiedelt. Sie erlebten dort teilweise glänzende Zeiten,
indem sie sich das starke Gefälle des Wössner Baches und seine Wasserkraft zunutze machten. Höhepunkt der Wanderung war, als Anton Götschl das alte Sägegatter seiner Säge oberhalb des Ortsteils Stücklschneid anwarf. Das brachte dem staunenden Publikum den Eindruck, wie und unter welchen Bedingungen dort seit alters her gearbeitet wurde.


Ochablech - die Premiere

6. Sep. 2014 13:22

Unterwössen. Die junge Blasmusik Ochablech sorgte jetzt für unerwarteten Zuspruch für das Musikschulmodell „Junge Musikanten spuin“ an einem schönen Sommerabend im Freien. Viele Gäste wollten beim ersten öffentlichen Auftritt dieser Formation dabei sein.

Heuer spielen erfahrene Musikschüler regelmäßig donnerstags im Restaurant zum Kamin – bei schönem Wetter an dessen Kurparkterrasse. So sammeln sie Erfahrung für öffentliche Auftritte und gegen das Lampenfieber.

Für das Ochablech, die sechsköpfige Blasmusikgruppe aus dem Tal der Ocha, der Ache, war Lampenfieber erkennbar keine Herausforderung. Immerhin sind die Burschen in den heimischen Musikkapellen Schleching und Wössen bereits aufgefallen. Nicht nur durch Können, sondern auch durch Tatendrang und Spaß an der Musik und dem gemeinsamen Musizieren. Drei spielen in der Musikkapelle Schleching, drei in der Musikkapelle Wössen. Ansprechpartner ist Wolfgang Fladischer, 20 Jahre jung, der Mann für die Posaune. Acht Jahre hat er in der Musikschule Wössen gelernt. Wolfgang Fladischer ist verschiedentlich aufgefallen unter anderm jetzt mit dem Ruf in die Gruppe der lange etablierten Wössner Bläser. Wössner Bläser ist auch schon sein Bruder Rupert, 16 Jahre. Auch er hat acht Jahre lang in der Musikschule Wössen gelernt und spielt im Ochablech Trompete und Flügelhorn. 

Zum Schlechinger Teil der Gruppe gehört Remigius Zaiser, 15 Jahre. Remigius lernte sieben Jahre an der Musikschule und spielt wie Rupert Fladischer Trompete und Flügelhorn. Peter Zaiser hat mit seinen 14 Jahren schon fünf Jahre Tenorhornausbildung an der Musikschule erfahren und spielt in der neuen Formation Tenorhorn und Bariton. Gleich alt, ebenfalls aus Schleching ist Simon Schlagbauer. Er steht für ein Jahr Tuba und ein Jahr Bariton in der Musikschule Wössen. Beim Ochablech spielt er die Tuba. So alt wie beide Vierzehnjährige zusammen ist Florian Nieß, ständige Größe am Schlagzeug in der Musikkapelle Wössen. Er muss schon einiges zurückschauen, sich an seine Zeit und 3-jährige Ausbildung an der Musikschule Wössen zu erinnern.

Schon lange verbindet die Ochablechmitglieder über die Musik hinaus eine Freundschaft. Aus der und der Liebe zur Musik ist jetzt die Idee zu der gemeinsamen Formation entstanden. Die Jungs haben sich der bayerischen, böhmischen und mürrischen Blasmusik verschrieben. Ihren ersten Auftritt hatten sie bei ihrer Gründungsversammlung auf der Moaralm unter dem Hochgernhaus. Jetzt zum ersten öffentlichen Auftritt am Kamin unterhielten sie die Gäste bestens und bis in den langen Abend.

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Dauerregen bringt Hochwasser nach Unterwössen, Chiemgau

31. Jul. 2014 15:53

Unterwössen. Ergiebiger Dauerregen verwandelte in Unter- und Oberwössen am 31. Juli 2014 die Gewässer in reißende Ströme. Bäche flossen aus den Bergen, die es zuvor nicht einmal als Rinnsal gab. Die Feuerwehren in Oberwössen und Unterwössen waren mit jeweils gut 15 Wehrleuten im Einsatz. Sie hatten die Situation allzeit im Griff. Für den Nachmittag wurde allgemein trockenes Wetter und damit eine Entspannung der Situation erwartet.

Wetterwarnung

Nach Regen an den Vortagen waren Wiesen und Wälder im Achental längst feucht, als der Deutsche Wetterdienst nach stark Regenwarnungen zuvor am Mittwochmittag vor Dauerregen mit Niederschlagsmengen von 30 bis 45 Litern/Quadratmetern warnte, der letztlich bis Donnerstagmittag anhalten sollte. So kam es und entsprechend stiegen die Gewässer über den Mittwoch und die Nacht kontinuierlich an. Die Feuerwehren unternahmen Kontrollfahrten und gestern, Donnerstag, gegen 8 Uhr in Oberwössen und kurz vor 9 Uhr in Unterwössen setzten sie den Alarm ab.

Moosbach überschwemmt, Camper leiden

In Oberwössen drängte am Vormittag der zusätzlich vom Schlierbach und Rossstallgraben gefütterte Moosbach mit Mühe unter der Brücke an der Taubenseestraße und bildete im weiteren Verlauf Seen in den angrenzenden Wiesen. In Brem wurden die niederen Teile des Campingplatzes Litzelau vom aus den Bergen fließenden Wasser mehrere Zentimeter hoch überflutet. Die Feuerwehr pumpte an verschiedenen Stellen in Oberwössen rechtzeitig Keller aus, größere Schäden zu verhindern.

Hochwasserausleitungsbauwerk hilft

Die in das Dorf Unterwössen über den Wössner Bach drängenden Wassermassen stauten sich am Vormittag am Streichwehr des Hochwasserausleitungsbauwerkes am Mühlwiesenweg/Fehlbachweg. Das Stauwasser überflutete den Süllbord und große Wassermengen flossen in Richtung Flugplatz ab. Dort wuchsen bis Mittag die Seen im nördlichen Teil um die Flugplatzwinde. Die Wiesen im Unterwössner Norden wurden überflutet. Die Bundesstraße B305 wurde punktuell überflutet, teils in den niederen Lagen, teils weil einfach Hangwasser Laub und Gesträuch mitriss, und die Straßengullis verstopfte. Die Feuerwehr hatte ein waches Auge darauf und arbeitete die Kanalgitter immer wieder frei.

Sorge um Holzlagerplatz

Sorgen machte der Unterwössner Feuerwehr, dass kurz vor Mittag der Wössner See kräftig überlief. Das Wasser begann, einen tiefer gelegenen Holzlagerplatz des dortigen Sägewerkes zu überfluten. Auch hier griff die Feuerwehr rechtzeitig mit Sicherungsmaßnahmen ein.

Situation im Griff

Unserer Rücksprache mit den Feuerwehrkomandaten in Oberwössen Walter Bauer und Stefan Wimmer in Unterwössen zeigte, dass die Wehleute die Situation überall im Griff behielten. Gegen Mittag hob der Deutsche Wetterdienst seine Warnung auf. Der Himmel wurde lichter und das Regenradar zeigte abziehenden oder sich auflösenden Regen.

Zweiter Bürgermeister Irlinger mahnt

Im Gespräch mit unserer Zeitung lenkte der zweite Bürgermeister Barthl Irlinger dem Blick darauf, die Hochwasserschutzmaßnahmen in Oberwössen nicht zu vernachlässigen. Wäre das Wasser 30 cm weiter gestiegen, wäre die Wohnbebauung erfasst worden. Einen ersten Schritt zur Entspannung der Situation sind Irlinger darin, das Bachbett des Moosbaches vom Überwuchs zu befreien.

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Erstkommunion 2014 in Unterwössen/Chiemgau

1. Jun. 2014 23:09

Unterwössen. Es war ein besonderer Tag und die Sonne ließ im Kirchenzug die weißen Kleider der neun Dirndln besonders schön leuchten. Hinter einer Musikkapelle aus Eltern zogen die Mädchen und sieben Buben mit Pfarrer Martin Straßer zu Erstkommunion in die Pfarrkirche St. Martin ein. In der voll besetzten und festlich geschmückten Pfarrkirche erlebten alle einen wunderschönen Gottesdienst, untermalt vom Kirchenchor St. Martin mit Wolfgang Kurfer und Organist Jochen Langer. Erheblichen Anteil hatten die Kinder selbst mit Wortbeiträgen und rhythmischem Gesang, den Julia Hoffmann aus Bergen begleitete.

Unter dem Kommunionsspruch „Ich bin da, wo du bist“ predigte Pfarrer Straßer von Jesu als gutem Hirten. Damit entsprach er im Thema auch dem Kommunionsplakat, in dem sich die Kinder als Schafe eines guten Hirten dargestellt hatten. Besonderes Bild bot zu Beginn der Pfarrer, als er sinnbildlich für Hirten und Herde ein großes Plüschschaf im Arm trug und so die Worte kindgerecht vermittelte. Das sorgte ebenso für gute Stimmung wie die vielen Wortbeiträge der Kommunionkinder, in denen die sich überraschend selbstbewusst vor der Gemeinde präsentierten.
Zum Schluss des Gottesdienstes sprach der Pfarrer mit einem Geschenk den Eltern und Helfern besonderen Dank aus. Der galt insbesondere Regina Aberger, Birgit Murawski, Katharina Stengel-Kastner und Verena Stocker, die die Kinder seit Mitte Februar in wöchentlichen Stunden auf die Kommunion vorbereitet hatten. Ganz besonders war deren Kommunionsunterricht, weil Pfarrer Straßer sich im Anschluss immer Zeit für ein gemeinsames Eisessen in der Eisdiele neben dem Pfarrheim nahm. Besonders spannend wurde er für die Kinder mit der ersten Beichte und der anschließenden Feier im Pfarrheim.

Nach dem Dankgottesdienst am gleichen Abend geht es gleich am Montagmorgens weiter. Zusammen mit den Oberwössner Kommunionkindern sind alle nach einer Andacht am Wegkreuz am Hammerergraben auf dem Weg zu einem gemütlichen Tag auf der Feldlahnalm.